STUDNITZKY Trio, Sebastian Studnitzky, Trompete & Klavier / Paul Kleber, Bass / Eckart Strohmer, Schlagzeug

Sebastian Tewinkel, Portrait

Sebastian Tewinkel, Leitung

Villa Witzenmann (Foto: Christoph von Zepelin)

AUSVERKAUFT! – Jazz trifft Klassik: Villa Witzenmann Open Air

Musik und Architektur! Die 1957 von Hansjörg Mosetter entworfene und in den Jahren 2015 bis 2017 von dem Pforzheimer Architekten Peter W. Schmidt revitalisierte Villa Witzenmann gilt als herausragendes Architekturdenkmal der Stadt Pforzheim. Man spürt die großen Vorbilder wie Frank Lloyd Wright, Ludwig Mies van der Rohe oder Richard Neutra. Das Anwesen an der Etivalstraße stand seit 2012 leer, hereinwachsende Efeu-Ranken erinnerten an Dornröschens Schicksal.

Für die Baugenossenschaft Arlinger als neuer Eigentümerin war es eine ehrenvolle Aufgabe, diesem Architekturdenkmal mit seiner stadt- und industriegeschichtlichen Bedeutung durch die Sanierung einen neuen Stellenwert zu verleihen, und durch den Einzug des Architekturbüros AJA Jochen Abraham erwachte das Gebäude zu neuem Leben.

Für das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim schließt sich mit der Konzertpremiere auf dem Areal der Villa Witzenmann ein ganz besonderer Kreis: Erbaut wurde das Anwesen für den Pforzheimer Unternehmer Walter Witzenmann (1908-2004) und seine Frau Ruth Witzenmann-Wolber (1915-2012) – beide waren als großzügige Förderer von Wissenschaft und Kultur jahrzehntelang auch treue Unterstützer des Kammerorchesters.

Legendär ist die Geschichte des „Werkskonzertes“ in einer Produktionshalle der Witzenmann GmbH, für das der Unternehmer kurzerhand einige große Produktionsanlagen demontieren ließ, um Platz für das Orchester und die Zuhörer zu schaffen. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Ruth Witzenmann spielte das Orchester für sie im Reuchlinhaus die Orchesterfassung der Suite für zwei Celli von Gian Carlo Menotti (Bearbeitung: Hans Kunstovny, Solisten: Julius und Hyung-Jung Berger) als Uraufführung. Und auch zur Einweihung des Walter-Witzenmann-Saales der Pforzheimer Hochschule übernahm das Orchester die musikalische Gestaltung.

 

Mit „Jazz trifft Klassik“ setzt das Kammerorchester die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem aus Neuenbürg stammenden,weltweit gefragten Jazzmusiker Sebastian Studnitzky fort. Initiiert durch die Baugenossenschaft Arlinger aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens im Jahr 2014, trug die damalige Premiere reiche Früchte, unter anderem auf der gemeinsamen CD „Memento“ und durch gemeinsame Gastspiele, u.a. beim Internationalen Festival Palatia Jazz in Speyer und bei den Ludwigsburger Jazztagen.

Als Dirigent kehrt bei dieser Gelegenheit Sebastian Tewinkel nach Pforzheim zurück: Der ehemalige Chefdirigent des Kammerorchesters, heute Generalmusikdirektor der Neubrandenburger Philharmonie, hatte seinerzeit das Projekt mit aus der Taufe gehoben.

Auf dem Programm steht ein reizvoller Mix aus Stücken für Jazztrio (Trompete/Klavier, Schlagzeug, Kontrabass) und Kammerorchester aus der Feder von Sebastian Studnitzky, aber auch einige „Soli“ des Trios und des Orchesters, darunter ein stimmungsvoll-farbiges Impromptu für Streichorchester von Jean Sibelius und die temperamentvolle „Marcia“ aus Dag Wiréns Streicherserenade.

 

In Zusammenarbeit mit

Zum Seitenanfang