Maria Rosendorfsky, Portrait

Maria Rosendorfsky, Sopran

Douglas Bostock, Leitung

Douglas Bostock (Foto: Wolfgang Schmidt)

Himmlische Freuden

Programm

Antonin Dvorák (1841-1904)

Serenade für Streicher op. 22

Gustav Mahler (1860-1911)

Sinfonie Nr. 4 G-Dur in der FAssung für Sopran und Kammerorchester von Klaus Simon

5. Abonnementkonzert

Urmusikantisch geht es zu in diesem Konzert. Garanten dafür sind der große böhmische Romantiker Antonín Dvořák und der böhmisch-mährische Klangzauberer Gustav Mahler, der für die Musik einen der faszinierendsten Übergänge von der Romantik zur Moderne definiert hat. Beide Musiker verband die tiefe Kenntnis der klassischen musikalischen Tradition ebenso wie die hohe Wertschätzung der leidenschaftlichen Volksmusik ihrer Heimat. Dvorák beruft sich mit seiner großen Streicher-Serenade in E-Dur nur scheinbar auf die unterhaltlichen (oder betörenden) „Abendmusiken“ des 18. Jahrhunderts, vielmehr verleiht er ihr in allen Sätzen eine faszinierende Symbiose von mitreißender Folklore, klassischer  Form und romantischem Klangzauber.

Gustav Mahler überraschte sich mit seiner 4. Sinfonie selbst: Er komponierte sich – fasziniert von seinen Erfahrungen in der Beschäftigung mit der Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ – in „himmlische Freuden“, wie es im letzten Satz dieser Sinfonie heißt und schuf nicht, wie geplant, eine „sinfonische Humoreske“, sondern seine heiterste und kürzeste Sinfonie. Wie man nun eine Mahler-Sinfonie in der Besetzung hochspannend für ein Kammerorchester adaptiert, konnte der Bearbeiter Klaus Simon von einem dritten Urmusikanten erfahren: Arnold Schönberg hatte dafür ab 1918 mit seinem „Verein für musikalische Privataufführungen“ den Weg vorgezeichnet.

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