Janusz Wawrowski, Violine

Douglas Bostock, Leitung

Janusz Wawrowski, Violine

Beflügelt

Programm

Hugo Wolf (1860-1903)

Italienische Serenade

Andrzej Panufnik (1914-1991)

Violinkonzert (1971)

Franz Schubert (1797-1828)

"Der Tod und das Mädchen" D. 810 in der Fassung für Streichorchester von Gustav Mahler

4. Abonnementkonzert

„Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort“ so schrieb der große Romantiker Joseph von Eichendorff, beseelt von der Kraft der Poesie. Hugo Wolff ließ sich von ihm anstecken, als er Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ las und wob den Traumstoff in seiner ‚Italienischen Serenade“ weiter – mit musikalischen Mitteln. Und wie Wolff, der für seine Serenade erst das Streichquartett wählte, sie dann aber für Streichorchester umarbeitete, um den „Flügeln des Gesanges“ voluminöseren Aufwind zu verschaffen, haben auch Schubert, Mahler und Panufski, beflügelt vom Zauberklang der Geige, zu reinen Streicherbesetzungen gegriffen, um ‚globalen Gesang‘ hervorzulocken.

Der Pole Panufnik schrieb sein Violinkonzert angerührt von der großen spirituellen und poetischen Kraft des Jahrhundertgeigers Yehudi Menuhin. So entstand ein faszinierendes Werk, das in unvergleichlicher Weise den Farbenreichtum der Streichinstrumente im Allgemeinen und der Violine im Besonderen zum Klingen bringt und weniger durch Virtuosität, denn durch Gesanglichkeit und Tiefgang besticht.

Und Schubert, der Sänger? Natürlich vertonte er zuerst das Lied „Der Tod und das Mädchen“. Doch dann entfaltete er dessen ganze Gefühlswelt in einem großen Streichquartett, das später Gustav Mahler so anrührte, dass er es sich durch die Entfaltung auf ein Streichorchester zu eigen machte.

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