Stefan Schilli, Oboe

Junichi Hirokami, Leitung

 

Aufgehende Sonne

Programm

Yasushi Akutagawa (1925-1989)

Tryptique für Streichorchester

Ralph Vaughan Williams (1872-1958)

Oboenkonzert a-Moll

Tōru Takemitsu (1930-1996)

Requiem für Streicher

Antonin Dvořák (1841-1904)

Serenade E-Dur op. 22

2. Abonnementkonzert

Rhythmische Lebendigkeit und kraftvolle Melodik treffen stimmig auf flirrende Streichernetze und innigste Klangbäder – wenn die richtigen Komponisten aus Orient und Okzident in einem Programm vereint sind.

Akutagawa und Takemitsu gehören zu den weltweit bekanntesten japanischen Komponisten, Vaughan Williams zählt zu den Großmeistern englischer Musik und Dvořák zu den emotionalsten Klangzauberern des 19. Jahrhunderts. Alle vier waren tiefe Kenner der musikalischen Folkloren und Traditionen ihrer jeweiligen Heimat und haben dennoch das Ohr offen gehalten für die Musik anderer Länder oder gar Kontinente.

Akutagawa orientierte sich an Prokofiew und Strawinsky, Takemitsu liebte Schönberg und Webern, dazu die französischen Impressionisten, Vaughan Williams, dessen 150. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern, hatte sich in Paris von Ravel inspirieren lassen, aber vor allem eine englische Nationalidentität in der Musik geschaffen. Dvořák schaffte es sogar selbst aus Böhmen in die Neue Welt nach Amerika. Herausgekommen sind bei solcher Weite faszinierende Werke – und für jeden Geschmack ist etwas dabei: Akutagawas „Tryptique“ verbindet auf das Reizvollste japanische Tonalität mit der Kraft urslawischer Rhythmik, Vaughan Williams Oboenkonzert ist eine wunderbare Pastorale mit viel Lust am Gesang, Takemitsus „Requiem“ ein betörender, feingewobener Klangzauber und Dvořáks Serenade eine wunderbare Gelegenheit, sich in den „Guten Abend …“ zu träumen.

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