21. Februar 2027 Play!
4. Abonnementkonzert:
Play!
Ort
CongressCentrum Pforzheim,
Großer Saal, Am Waisenhausplatz 5
Konzerteinführung
17.00 Uhr
Solist
Anthony Romaniuk
Tasteninstrumente
Leitung
Reto Bieri
Klarinette und Leitung
Light & Sound Artist
Markus Güdel
Programm
Caroline Shaw (*1982)
ENTR’ACT
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Alessandro Marcello (1673–1747)
CONCERTO D-MOLL S.Z. 799
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Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
MUSIKALISCHES WÜRFELSPIEL
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Anthony Romaniuk (*1982)
BLUE POLES
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Johann Sebastian Bach (1685–1750)
ALLEGRO
Satz aus dem Konzert für Cembalo und Streicher d-Moll BWV 1052
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Aphex Twin (*1971)
BLUE CALX
arrangiert von Caleb Burnhans
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Dimitri Schostakowitsch (1906–1975)
FINALE – ALLEGRETTO
aus Klavierquintett op. 57 g-Moll
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Josquin des Prés (1450–1521)
AVE MARIA… VIRGO SERENA
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Dave Brubeck (1920–2012)
BLUE RONDO À LA TURK
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Olli Mustonen (*1967)
TOCCATA
Play!
Der Mensch spielt. Und er denkt sich dabei mehr, als er zugeben will. „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, schreibt Schiller – und rührt an ein Paradox: Im Spiel, diesem scheinbar leichten, harmlosen Tun, verbirgt sich das ganze Drama des Menschseins. Wer spielt, testet die Welt.
Play! Dieses Konzert nimmt das Spielerische wörtlich – und ernst. Das Publikum erlebt ein Spiel mit Klang, Form, Erwartung – und ahnt, dass das Leben selbst ein Spiel ist, dessen Regeln wir nie ganz durchschauen. Hier würfelt Mozart mit der Musik. Dort tanzt Brubeck über synkopierte Taktgrenzen hinweg. Schostakowitsch spielt mit Masken und muss gleichzeitig um seine Haut spielen. Caroline Shaw und Anthony Romaniuk lassen das Spielerische zittern zwischen Konstrukt und Intuition, zwischen Kontrolle und dem süßen Kontrollverlust. Und mittendrin erklingt das Staunen. Das Staunen über Musik als ein Denken in Klang. Als eine Sprache, die zuweilen mehr fragt, als sie sagt – wie in Josquins „Ave Maria“, das die Unschuld des Spiels zur Andacht erhebt. Oder bei Bach, dessen Ordnung nicht Ordnung bleibt, sondern zum Tanz wird.
Anthony Romaniuk
Der Tasteninstrumentalist Anthony Romaniuk verbindet in seiner künstlerischen Arbeit unterschiedliche Musikstile und Improvisation. Aufgewachsen in Australien, entdeckte er zunächst seine Leidenschaft für Jazz. Er studierte klassisches Klavier an der Manhattan School of Music in New York und spezialisierte sich anschließend in den Niederlanden auf Alte Musik mit Cembalo und Hammerklavier. Heute reicht sein Repertoire von Byrd, Bach und Beethoven bis zu zeitgenössischer Musik. Romaniuk konzertiert international, arbeitet regelmäßig mit Patricia Kopatchinskaja zusammen und ist Mitglied des Ensembles Vox Luminis.