Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello und Leitung (Foto: Simon Pauly)

Wohlklang

Programm

Leoš Janáček (1854-1928)

Suite

Joseph Haydn (1732-1809)

Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur

Josef Suk (1874-1935)

Liebeslied für Violoncello und Orchetser op. 7 Nr. 1

Antonín Dvořák (1841-1904)

Serenade E-Dur op. 22

5. Abonnementkonzert

Ein Konzert mit Musik aus Böhmen und Mähren verspricht in jedem Fall urmusikantischen Wohlklang. Drei wichtige musikalische Größen dieser Regionen treten – frisch, innig und emotionsgeladen – mit relativen Jugendwerken auf.

Antonín Dvořák, der sich seinerseits unter dem Einfluss der Musik Smetanas zum explizit tschechischen Komponisten entwickelte, ist dabei das große Vorbild. Er vollführte in seiner frühen E-Dur-Serenade das Kunststück, klassische Formen durch den Spiegel romantischer Musik in besonderer Weise zum Leuchten zu bringen. Sein späterer Schwiegersohn Josef Suk nahm sich diesen Klang mehr als zu Herzen, als er seine Klavierstücke op. 7 komponierte – mit dem Erfolg, dass sie zu klanglichen „Rennern“ wurden und namentlich das „Liebeslied“ ein beliebter Gegenstand diverser Bearbeitungen.

Auch Leoš Janáček folgte zunächst Dvořáks Klang, wenngleich seine Streichersuite bereits deutlich signalisiert, dass er – nur 13 Jahre jünger als dieser – den spätromantischen Rahmen auf sehr eigene Art zu sprengen gedachte. Und Haydn? Er ist froh, dass man in und um Prag so musikbegeistert ist, denn immerhin wurde dort sein heute so bekanntes und einst verloren geglaubtes Cello-Konzert gut aufbewahrt, bis es erst 1961 wieder entdeckt werden konnte.

In Zusammenarbeit mit:

Deutscher Musikrat

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