Douglas Bostock, Leitung

Faszination Streicherklang (Foto: Regine Landauer)

Faszination Streicherklang: „Ein Blick zurück“

Programm

Edward Elgar (1857-1934)

Serenade e-Moll für Streicher op. 20

Josef Suk (1874-1935)

Meditation über einen alten tschechischen Choral „St. Wenzel“ op. 35a

Igor Strawinsky (1882-1971)

Concerto in D

Ottorino Respighi (1879-1936)

Alte Tänze und Weisen: Suite Nr. 3

 

In seinem Programm unter dem Motto „Ein Blick zurück“ präsentiert Gastdirigent Douglas Bostock vier bekannte und beliebte Werke, die die unerschöpflich vielseitigen Klangmöglichkeiten des Streichorchesters feiern und alle einen gewissen retrospektiven Charakter haben.

Die Serenade op.20 des Briten Edward Elgar aus dem Jahr 1892 basiert auf Melodien aus seiner Jugendzeit und spiegelt die Eleganz einer vergangenen Epoche wider. Elgar war selbst Geiger und schuf mit der Serenade ein maßgeschneidertes Meisterwerk für Streicher.

In seiner herrlichen Meditation Op.35a (1914) verwendete Josef Suk einen alten Choral aus seiner böhmischen Heimat, „St. Wenzel“, und verband ihn mit einem Appell für das Wohlergehen des tschechischen Volkes. Suk, ebenfalls Geiger, komponierte das kurze, eindrückliche Werk ursprünglich für Streichquartett und bearbeitete es später selbst für Streichorchester um.

Diesen beiden romantischen Werken stehen zwei Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert gegenüber. Igor Strawinsky komponierte sein Concerto in D 1946 in den USA als Auftragswerk für Paul Sacher und das Basler Kammerorchester. Der Titel bezieht sich auf die barocke Bezeichnung „Concerto grosso“, mit abwechselnden Passagen für das ganze Streicher-Ensemble und solistischen Einlagen. Die technischen Möglichkeiten der Besetzung werden dabei voll ausgeschöpft. Das Concerto in D ist mit seinen klaren Linien und kühner Raffinesse ein Paradebeispiel der Neoklassik.

In seinen „Alten Tänzen und Weisen (Antiche danze ed arie)“ aus dem Jahr 1932 ging der Italiener Ottorino Respighi noch einen Schritt weiter in der Beschwörung einer alten Zeit: Er verwendete ausschließlich Melodien barocker Meister aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In der 3. Suite veredelt der leuchtende Klang des Streichorchesters diese Melodien und verleiht ihnen einen neuen Glanz.

Die Tonarten der vier Kompositionen in der Programmfolge entsprechen interessanterweise der Stimmung der Saiten einer Geige: E – A – D – G.  Streicherklang pur!

 

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