Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Serenata notturna KV 239 für Streichorchester und Pauken
Benjamin Yusupov (*1962)
Nola. Konzert für verschiedene Flöten (Flöte, Bassflöte, Kontrabassflöte) und Streichorchester (1994)
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 44 „Eroica“
Matthias Ziegler, Flöte
Sebastian Tewinkel, Leitung
Mozarts „Serenata notturna“ scheint zunächst die Hörgewohnheiten klassischer Serenaden rundherum zu bedienen, wären da nicht die ungewöhnlichen Pauken, die Mozarts Spiel wirkungsvoll unterstützen - mit im reinen Streicherklang überraschenden Klangeffekten.
Klang- und Farbwirkungen jenseits der Konvention sind Programm in „Nola“ des tadschikischen Komponisten Benjamin Yusupov. In seiner Muttersprache Persisch bedeutet „Nola“ soviel wie „feine melismatische Motive und Klangfarbnuancen“. Die erzeugt Yusupov in seinem Werk mit ungewöhnlichen Flöteninstrumenten wie der Bass- und der Kontrabassflöte sowie der Membranflöte, mit elektroakustischen Mitteln und durch eine Rhythmusmaschine, gegen die sich Orchester und Flöte je behaupten müssen. Das Ergebnis ist eine faszierende Mixtur aus europäischen Orchesterklängen und persischen Melodietraditionen.
Beethovens „Eroica“ (Heroische Sinfonie) ist nicht so sehr Heldengesang als der grandiose Beweis für Beethovens Mut und Fähigkeit zur Grenzüberschreitung. Für die Zeitgenossen war sie vor allem „äußerst schwierig“, hatte zuviel des „Grellen und Bizarren“ und wurde daher auch als „sittenverderbend“ eingestuft. Heute gilt sie als einer der Gipfel der Tonkunst. Tickets
