__ITALIENISCHE NACHT

5. Abonnementkonzert,Sonntag, 15. Mai 2011, 19 Uhr, CCP, Großer Saal
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Francesco Geminiani (1687-1762)
Concerto Grosso Nr. 12 "La Follia"
Antonio Vivaldi (1678-1741)
Konzert in g-Moll für 2 Violoncelli, Streicher und B.c.
Ottorino Respighi (1879-1936)
Antiche Danze ed Arie (Suite Nr. 3)
Giacomo Puccini (1858-1924)
„Chrysanthemen“ für Streichorchester
Gian Carlo Menotti (1911-2007)
Suite für zwei Violoncelli und Klavier in der Fassung mit Streichorchester von Hans Kunstovny

Julius Berger & Hyun-Jung Berger, Violoncello
Florian Donderer, Leitung


Klanggenuss pur: Italienische Klanglust aus fast vier Jahrhunderten unterstreicht in diesem Konzert einen hoffentlich wunderbaren Frühsommer. Geminianis Concerto grosso vertritt nicht nur diese wichtige barocke Kunstform, sondern auch Geminianis großen Lehrer Corelli, dessen bekannte „La Follia“-Sonate er darin verarbeitet. Auch der Meister des Solokonzertes, Vivaldi, darf nicht fehlen, hier mit der reizvollen Solobesetzung zweier Celli. Und Ottorino Respighi, dessen Kompositionen nicht selten Italiens Geschichte zum Thema haben, greift in seinen „Alten Tänzen und Weisen“ in der Musikgeschichte weit hinter die drei Barock-Titanen zurück.

Im zweiten Teil des Programms übernehmen spätere Klangzauberer die „Nachtunterhaltung“. Puccinis zart-duftige Totenklage „Crisantemi“ gehört zu den berückendsten Klangbildern seiner Zeit. Und Gian Carlo Menotti, italienischstämmiger amerikanischer Komponist, der gerne zwischen Gershwin und Lloyd Webber eingestuft wird und 2011 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, lässt mit seiner Suite in Hans Kunstovnys Fassung für zwei Celli und Streichorchester theatralische Traditionen aufscheinen. Tickets

Berger-Julius-und-Hyun-Jung

Florian Donderer

__JULIUS BERGER, Violoncello

Studium an der Musikhochschule München, am Mozarteum Salzburg und an der University of Cincinnati/USA. Mit 28 Jahren Berufung als Professor an die Musikhochschule Würzburg, später nach Saarbrücken, Mainz und Augsburg. Weltweit beachtete CD-Einspielungen (u.a. Gesamteinspielung der 12 Boccherini-Konzerte mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim), Tourneen und Konzerte, u.a. mit Leonard Bernstein, Eugen Jochum, Gidon Kremer, Jörg Demus, und Norman Shetler.

__HYUN-JUNG BERGER, Violoncello

Studium in Seoul, Saarbrücken und Basel, zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, Solistin mit bedeutenden Orchestern, CD-Aufnahmen. Seit einigen Jahren Duotätigkeit mit Julius Berger, u.a. als Partner des Sinfonieorchesters Basel und der Münchner Philharmoniker. Auftritte u.a. in den USA (National Gallery Washington D.C.), der Schweiz, Italien (Asiago-Festival) und Deutschland, wobei Kritiker die Homogenität und den „gemeinsamen Atem“ des Duos rühmen.

__FLORIAN DONDERER, Dirigent

Violinstudium in Berlin und London, u.a. bei Thomas Brandis (bis 1999 dessen langjähriger Assistent), Shmuel Ashkenazy, Joseph Silverstein, György Kurtag und dem Borodin Quartett. 1992-94 Stipendiat der Karajan-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters. Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und des Ensemble Oriol Berlin, in zahlreichen Projekten als Künstlerischer Leiter. 2002-2008 Geigenprofessur an der Musikhochschule in Groningen/Niederlande. Als Solist, Kammermusiker und in den letzten Jahren auch verstärkt als Dirigent Konzertreisen durch ganz Europa, Asien und die USA (Bremer Musikfest, Berliner Festwochen, Musikfestival Mecklenburg-Vorpommern, Musik Triennale Köln, Beethovenfest Bonn u.a.). Zahlreiche CD-Aufnahmen als Geiger, Konzertmeister und Dirigent. Zusammenarbeit mit Künstlern wie Lisa Batiashvili, Christiane Oelze, Hélène Grimaud, Lars Vogt und Christian Tetzlaff.