Arvo Pärt (*1935)
"Fratres" für Streichorchester und Schlagzeug
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35
Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett d-Moll op. posth. D 810 "Der Tod und das Mädchen" in der Fassung für Streichorchester
Kateryna Titova, Klavier
Thomas Hammes, Trompete
Sebastian Tewinkel, Leitung
Arvo Pärt, Dmitri Schostakowitsch und Franz Schubert bringen in diesem Konzert ganz unterschiedliche Geschichten zum Klingen.
Pärt besingt in seinen „Fratres“ für Streichorchester, Klangstäbe und Trommel eine Ewigkeit, deren große Klarheit und Reinheit absolute Ruhe erzeugen – eine Ruhe, der auch der Puls der zeit nichts anhaben kann. Ganz weltlich einher kommt Schostakowitsch, der mit seinem Klavierkonzert aus dem Jahre 1933 glaubte, Optimismus und Hoffnung auf eine gute sowjetische Zukunft besingen zu können. Er wäre nicht er selbst gewesen, hätte er nicht auch im Moment des Vertrauens dem Hang zur Ironie Raum gegeben. Und so ist die Trompete, die einigermaßen skurril neben dem Klavier als zweites Instrument besonders hervortritt, immer wieder der subtil entlarvende Störenfried.
Schuberts berühmtes Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“, das in der klangvollen Fassung für Streichorchester erklingt, entwickelt einen ergreifenden Totentanz in allen Facetten: Verzweiflung, Fahlheit, Auflehnung und Resignation. Es wurde zu einem der absoluten Meisterwerke der Kammermusik.
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__KATERYNA TITOVA, Klavier
Geboren in der Ukraine, früher Unterricht an der Zentralen Spezialschule für Musik in Charkow und an der Spezialschule des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums, Konzertdebüt 1997. Fortsetzung des Studiums in Deutschland an den Musikhochschulen Detmold und Dresden, Stipendien und Förderpreise, u.a. von der Lutz-E.-Adolf-Stiftung für Hochbegabte und der Dorian-Stiftung. Zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben, u.a. 1. und 2. Preise in Enschede, Madrid, Andorra, San José, Dresden, San Nicola di Bari, Citta di Sulmona und Manchester. Konzerte in der Ukraine, Russland, Westeuropa und in den USA, Auftritte bei internationalen Festivals, mit dem Wiener Kammerorchester und dem Niederländischen Sinfonieorchester. 2008 Debut-CD mit Musik von Rachmaninow bei SONY Classical.
_THOMAS HAMMES, Trompete
Geboren 1978 in Osann-Monzel/Mosel, Studium an der Musikhochschule Saarbrücken bei Prof. Peter Leiner. 1999/2000 stellvertretender Solo-Trompeter im Münchener Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, seit der 2001/2002 Solotrompeter im Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart des SWR unter Leitung von Sir Roger Norrington. Gefragter Solist und Kammermusiker bei bedeutenden Musikfestivals und Orchestern, bei London Brass, HR Brass, Stuttgart Radio Brass, dem Rennquintett und Opera Brass München. Solo-CDs mit dem Rundfunkorchester des SWR Kaiserslautern und dem RSO Stuttgart, für Orgel und Trompete sowie Ersteinspielung der gesamten Trompetenkonzerte von Guiseppe Torelli. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte (SWR, Deutschlandradio, BR, ORB, BBC London u.a.).