__WIEN BLEIBT WIEN

3. Abonnementkonzert, Sonntag, 30. Januar 2011, 19 Uhr CCP, Großer Saal
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Robert Fuchs (1847-1927)
Serenade Nr. 3 e-Moll op. 21
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Konzert für Violine und Orchester B-Dur KV 207
Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie Nr. 44 e-Moll

Radoslaw Szulc, Violine und Leitung


In diesem Konzert treffen drei österreichische Komponisten aufeinander, die in dieser Zusammensetzung nicht oft das Vergnügen haben. Mozart, vertreten durch sein erstes, äußerst selten gespieltes Violinkonzert, und Haydn, dessen Sinfonie Nr. 44 erklingt, gehören freilich unter dem Etikett Wiener Klassiker fest zusammen. Beide beweisen in den ausgewählten Werken vor allem in den langsamen Sätzen ihre hohe Fähigkeit zu inniger Empfindung. Haydn war dies sehr bewusst – er wünschte sich das Adagio seiner Sinfonie als Musik zu seiner Beerdigung.

Innige Empfindung gehört auch zu den besonderen Gaben des aus der Steiermark stammenden, aber ab seinem 19. Lebensjahr in Wien ansässigen Robert Fuchs. Er knüpft in seinen fünf Orchesterserenaden an die große klassische Tradition der „Freiluftmusiken“ an und haucht ihnen in spätromantischem Gewand neues Leben ein. So kann man einmal mehr Arno Schmidt und seinem bösen Satz „Das ist mein größter Einwand gegen Musik, dass Österreicher darin exzelliert haben“, entgegenhalten: So aber ist es! Tickets

Passend zu diesem Konzert empfehlen wir Ihnen die Ausstellung „Glanz der Macht – Kaiserliche Preziosen der Habsburger“ vom 3.12.2010 bis 13.3.2011 im Schmuckmuseum Pforzheim

Radoslaw Szulc

 

___RADOSLAW SZULC

Als Geiger mit 16 Jahren Gewinner des Wieniawski-Wettbewerbs in seiner Heimat Polen, später Preisträger bei zahlreichen weiteren Wettbewerben wie z.B. beim Sibelius-Wettbewerb in Finnland. 1999 Berufung zum 1. Konzertmeister des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Lorin Maazel und regelmäßiger Gast beim London Symphony Orchestra und dem Philharmonia Orchestra London.

Aus der Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Mariss Jansons und Riccardo Muti vielfältige Anregungen für die eigene Karriere als Dirigent. 2002 durch Empfehlung von Sir Colin Davis Studium bei Lopold Hager an der Wiener Musikakademie, zwei Jahre später Debüt beim Osaka Philharmonic Orchestra in Japan. Seither Dirigent zahlreicher renommierter Orchester in Europa, darunter die Bamberger Symphoniker, Orchestre de Chambre de Lausanne, MDR-Sinfonieorchester Leipzig, Orchestre Philharmonique de Liège, Auckland Philharmonia, Adelaide und Tasmanian Symphony Orchestra, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und City of Birmingam Symphony Orchestra. Als Künstlerischer Leiter und Dirigent des Kammerorchesters des Bayerischen Rundfunks auf Tourneen in Italien, der Schweiz und in Spanien mit Solisten wie Mischa Maisky, Julian Rachlin und Sabine Meyer.