Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048
Sally Beamish (*1956)
Kammerkonzert für Saxophonquartett und Streichorchester
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-47)
Sinfonie Nr. 6 Es-Dur für Streichorchester
Philip Glass (*1937) / Ravi Shankar (*1920)
„Passages“ in der Fassung für Saxophonquartett, Streicher, Klavier und Percussion von Dennis Russell Davis
Raschèr Saxophon Quartett
Scott Sandmeier, Leitung
Wer Saxophon hört, denkt vermutlich erst an Jazz, wer Bach hört, nicht an Saxophon, bei Ravi Shankar vermutet man indische Musik eher als europäisches Mittelalter und so weiter ... In diesem Konzert aber ist alles anders.
Faszinierend, wenn auch vertraut, sind zunächst die Brandenburgischen Konzerte. Fasziniert war die schottische Komponistin Sally Beamish, als ihr vom Raschèr-Saxophon-Quartett die Aufgabe gestellt wurde, ein Konzert für Saxophone und Streicher zu schreiben, in dem kein Jazz vorkommen sollte, und sich ihr dafür plötzlich Bachs 3. Brandenburgisches Konzert als Vorbild aufdrängte.
Und die Faszination, die Philip Glass und Ravi Shankar bereits in den 60er Jahren aufeinander ausübten, hatte für Glass nicht nur die Erfindung der Minimal Music zur Folge, sondern für beide die gemeinsame Komposition der „Passages“, bei denen altes europäisches Melodiegut plötzlich in indischem Gewand daherkommt.
Tickets
Christina Landshamer Foto: Anne Hoffmann
__RASCHÈR SAXOPHON QUARTETT
Christine Rall, Elliot Riley, Bruce Weinberger, Kenneth Coon
Gegründet 1969 durch Sigurd Raschèr, den Pionier des klassischen Saxophons. Regelmäßige Auftritte in den bedeutendsten Konzertsälen der Vereinigten Staaten, Asien und Europas (Carnegie Hall, Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, National Concert Hall Taipei). Zusammenarbeit mit den wichtigsten Orchestern und Dirigenten unserer Zeit wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem BBC Symphony Orchestra London, dem Gulbenkian-Orchester Lissabon, den Wiener Symphonikern, dem Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, dem Scottish Chamber Orchestra und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Zahlreiche Uraufführungen von Kompositionen auch für Saxophonquartett und Orchester, u.a. von Giya Kancheli, Maricio Kagel und Sofia Gubaidulina.
__SCOTT SANDMEIER, Dirigent
Studium am California Institute of the Arts, an der University of Michigan (Gustav Meier), an der Julliard School in New York (Sixten Ehrling) und am Conservatoire National Supérieur in Paris. Meisterkurse u.a. bei Leonard Bernstein, Pierre Boulez und Zubin Mehta, Festivalteilnahmen in Tanglewood und Aspen. Künstlerischer Leiter des Orchestre de Chambre de la Gironde, Gastdirigate u.a. bei zahlreichen amerikanischen Orchestern, in Frankreich (Opéra comique Paris, Orchestre National de Lyon), Lissabon (Orquestra Metropolitana), Madrid (Kammerorchester Königin Sofia), Deutschland und Vietnam. Lehrbeauftragter in Paris (Conservatoire Frédéric Chopin) und Berlin (Universität der Künste), seit 2000 Professor und Leiter der Dirigentenklasse an der Musikhochschule Freiburg.